Antibiotikaresistenz

Tests der Empfindlichkeit/Resistenz gegen Antibiotika im mikrobiologischen Labor. Die Filterpapierscheiben enthalten jeweils ein Antibiotikum. Eine durchsichtige Zone rund um die Scheiben bedeutet, dass die Bakterien in Anwesenheit dieses Antibiotikums nicht wachsen können, dh. dagegen empfindlich sind. An die Scheibe mit der Bezeichnung AMP (Ampicilin) wachsen die Bakterien dicht heran, dh. das Antibiotikum, das aus der Scheibe in den Nährboden freigesetzt wird, beeinträchtigt sie nicht.

Bearbeiteter AUSZUG AUS DER DEFINITION der WHO (Weltgesundheitsorganisation).

Die Antibiotikaresistenz stellt heute eines der schwerwiegendsten Risiken für die Weltgesundheit, die Lebensmittelsicherheit und die allgemeine Entwicklung der Gesellschaft dar. Sie kann Einfluss auf jedermann haben, in jeglichem Alter und in jeglichem Land. Die Antibiotikaresistenz ist eine natürliche Erscheinung, aber die unrichtige Anwendung von Antibiotika bei Mensch und Tier trägt häufig zu einer Beschleunigung dieses Prozesses bei. Es ist immer schwieriger, zahlreiche Infektionen wie Lungenentzündungen, Tuberkulose oder Gonorrhoe zu behandeln, da die Antibiotika, die für ihre Behandlung eingesetzt werden, an Wirksamkeit verlieren. Antibiotikaresistenz führt zu längeren Krankenhausaufenthalten, höheren Kosten der ärztlichen Behandlung und höheren Todesraten. Antibiotika sind Medikamente, die zur Behandlung und Prävention von bakteriellen Infektionen verwendet werden. Eine Resistenz entsteht, wenn sich Bakterien infolge der Anwendung dieser Medikamente so entwickeln, dass sie dagegen widerstandsfähig werden. Es sind die Bakterien, nicht Menschen oder Tiere, die resistent werden. Resistente Bakterien können bei Menschen oder Tieren zu Infektionen führen, die schwieriger zu behandeln sind als Infektionen durch nichtresistente Bakterien.

Es ist dringend notwendig, die Art und Weise zu ändern, auf die diese Medikamente auf der ganzen Welt verschrieben und angewendet werden. Auch wenn neue Antibiotika entwickelt werden sollten, bleiben diese Resistenzen eine ernsthafte Gefahr, falls wir nicht auch unser Verhalten ändern. Dies bedeutet Maßnahmen zur geringeren Verbreitung von Infektionen – Impfungen, Handwäsche, sicheren Sex und korrekte Lebensmittelhygiene.

Was kann die Landwirtschaft für die Vorbeugung und Bekämpfung der Antibiotikaresistenz tun:

  • Tiere nur unter tierärztlicher Aufsicht mit Antibiotika behandeln;
  • Antibiotika nicht als Wachstumsstimulatoren oder Vorbeugung von Krankheiten einsetzen;
  • die Tiere impfen, um den Antibiotikaverbrauch zu senken, und mögliche Alternativen dieser Medikamente verwenden;
  • bewährte Methoden in allen Phasen der Produktion und Verarbeitung tierischer und pflanzlicher Lebensmittel fördern und einsetzen;
  • die biologische Sicherheit auf der Farm erhöhen, um so Infektionen vorzubeugen, die Hygiene und die Lebensbedingungen der Tiere zu verbessern.